Wohnen auf dem Rodelberg ab 2023
  • Allgemeine Zeitung Mainz

Wohnen auf dem Rodelberg ab 2023

Wohnen auf dem Rodelberg ab 2023

Bauarbeiten auf dem Hügel am Pariser Tor schreiten voran / Vermietung soll im Sommer 2022 starten

Von Michael Erfurth

OBERSTADT. Die Baustelle mit ihren mächtige Kränen ganz in der Nähe der Stadtzufahrt am Pariser Tor ist bereits von Weitem zu sehen. Die Baukräne stehen auf dem Hügel zwischen Pariser Straße und Geschwister-Scholl-Straße – dem Rodelberg. Dort, wo einst das markante, in den 1960er Jahren errichtete, blaue Bürogebäude des Bauingenieurs Fritz Grebner stand, entstehen nach dem Abriss nun 205 Mietwohnungen in zehn kreisförmig angesiedelten Häuser. Der Entwurf stammt vom Hamburger Architekturbüro Schaltraum. Auf dem 16 220 Quadratmeter großen Gelände an der Berliner Siedlung werden außerdem über 150 Außen- und Tiefgaragenplätze geschaffen. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der emag GmbH, einer Tochter der Mainzer Aufbaugesellschaft (MAG), mit der Ingelheimer J. Molitor Immobilien GmbH. Die haben das Wohnquartier zwischenzeitlich an einen von der Industria Wohnen GmbH verwalteten Immobilien-Fonds verkauft. Molitor-Geschäftsführer Lars Heimann rechnet mit der Fertigstellung für Ende 2022. Bezugsfertig sollen die Wohnungen Anfang 2023 sein. Bislang laufe auf der Baustelle alles wie geplant. Die Vermietung soll voraussichtlich im Sommer 2022 beginnen, sagt Arnaud Ahlborn, Geschäftsführer der Industria Wohnen. 25 Prozent der Wohnungen werden öffentlich gefördert und daher zu einem gebundenen Mietpreis von unter acht Euro pro Quadratmeter angeboten. „Die weiteren Wohnungen werden zu marktüblichen Neubauwohnungspreisen vermietet“, so Ahlborn. Die Wohnungen würden nach dem KfW 55 Standard errichtet. Das heißt, die Gebäude benötigen nur 55 Prozent so viel Energie wie ein Neubau. Eine Besonderheit des Rodelbergs sei der gewachsene Baumbestand. Aufgetürmt in den 1930er Jahren durch Erdaushub Das künftige Wohnquartier in der Oberstadt steht an einer besonderen Stelle: Der künstlich aufgetürmte Rodelberg-Hügel entstand in den 1930er Jahren, als die fünf Jahrzehnte zuvor geschaffene, 1200 Meter lange Tunnelröhre zwischen Südbahnhof und Hauptbahnhof im Bereich des Eisgrubwegs nach oben geöffnet wurde, um so in Zeiten des immer dichter werdenden Dampflokverkehrs die Entlüftung des verrauchten Tunnels zu verbessern. Den Erdaushub schaffte man an den damaligen Stadtrand und schüttete damit einen Hügel auf. Vier Rodelbahnen führten im Winter von dem Hügel hinab – so entstand der Name Rodelberg. Mit dem Grebner-Bau im Jahr 1964 wurde eine geschwungene Auffahrt auf den bis zu 20 Meter hohen Hügel geschaffen. Von dort aus öffnet sich ein schöner Blick bis zum Taunus und ins Rheinhessische. Anfang der 2000er Jahre vermieteten Grebners Söhne das Gebäude als Ausweichquartier an das Landessozialamt. Im Januar 2005 zog das Jobcenter in das Bürohaus. Zehn Jahre später zog die Behörde um nach Weisenau. Im Februar 2020 hatte der Stadtrat die Zustimmung zum Bebauungsplan für das Quartier „Neues Wohnen Rodelberg“ und für den städtebaulichen Vertrag gegeben. Der beinhaltet neben der Schaffung von 25 Prozent an gefördertem Wohnraum und einem Spielplatz auch, dass ein Aufzug in einem „Aufzugsturm“ und eine parallel verlaufende Treppenanlage dafür sorgen sollen, dass die Wohnungen auf dem Hügel von der Geschwister-Scholl-Straße aus barrierefrei und fußläufig erreichbar sind – auch um so eine gute Verbindung zur Straßenbahn- und Bushaltestelle zu schaffen.

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