Corona bestimmt das Geschäftsjahr 2020 der MAG
  • Allgemeine Zeitung Mainz

Corona bestimmt das Geschäftsjahr 2020 der MAG

Die Corona-Pandemie hat die Mainzer Aufbaugesellschaft (MAG) wirtschaftlich getroffen. Insbesondere die Parken in Mainz GmbH (PMG) als Tochtergesellschaft des stadtnahen Unternehmens. Für die Betreiberin von 25 öffentlichen Parkgaragen in Mainz brach der Umsatz im vergangenen Jahr um drei Millionen Euro ein. Dennoch ist es der Mutter MAG gelungen, das Geschäftsjahr 2020 mit einer „schwarzen Null“ abzuschließen. Bei der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag war auch die von der MAG betriebene Sanierung der Rheingoldhalle Thema. Einen verbindlichen Termin für die Fertigstellung des Großen Saals und des Foyers wollten die MAG-Geschäftsführer Martin Dörnemann und Nils Teske noch nicht nennen. Es sei nachvollziehbar, dass Mainzplus-Citymarketing als Betreiber der Halle und die Fastnachtsvereine wissen wollen, wann sie den Großen Saal wieder nutzen können, sagte Dörnemann. Wenn jetzt jedoch ein Termin genannt werde, der womöglich nicht zu halten sei, könnte es haftungsrechtliche Probleme geben. „Auch wir haben das Interesse, die Sanierung bald abzuschließen“, versicherte Dörnemann. Er erinnerte aber an die Probleme, die zu den Verzögerungen bei den Arbeiten geführt hatten, wie den Brand im Mai 2019, die Corona-Pandemie oder den Fund einer Fliegerbombe. Der neue Estrich ist zwischenzeitlich eingebaut worden, jetzt wird das Parkett im Großen Saal verlegt. „Sobald wir einen verbindlichen Termin nennen können, werden wir das tun.“ Bei der seit Mai laufenden Sanierung des benachbarten Rathaus-Parkhauses indes sei alles im Plan, berichtete Teske. Bis Ende 2022 sollen die Arbeiten in den Parkdecks abgeschlossen sein. Die Gestaltung des auf dem Parkhaus liegenden Jockel-Fuchs-Platzes werde erst später angegangen, abgestimmt mit den Arbeiten zur Rathaussanierung der Stadt. Gleiches gelte für den vom Stadtrat geforderten Einbau einer Freitreppe zwischen Rathausplatz und Uferpromenade. Hierfür soll es demnächst ein Gespräch mit der Denkmalschutzbehörde über mögliche Lösungen geben. Ein weiteres Problem für die MAG waren im Geschäftsjahr 2020 die coronabedingt zurückgegangenen Einnahmen aus Vermietungen und Verpachtungen. So sei die Höhe der Pacht, die Hilton für die MAG-Immobilie in 2020 gezahlt hat, wesentlich geringer gewesen, als geplant. Denn die Pachthöhe richte sich nach dem Umsatz des Hotels. Um eine drohende Insolvenz der Tochter PMG zu vermeiden, seien einige kostenträchtige Vorhaben wie zum Beispiel die Fassadenbegrünung am Parkhaus Cityport verschoben worden, sagte Teske. Während des Lockdowns im April und Mai 2020 sowie im folgenden Winter seien die Parkhäuser sehr schlecht belegt gewesen. „Da wir zu 70 Prozent Kurzzeitparker in unseren Parkhäusern haben, hat uns der Lockdown hart getroffen.“ Eine Erhöhung der Parkgebühren sei dennoch für die PMG derzeit kein Thema. Für zwei Monate hatte die MAG zudem ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Trotz all dieser Problemlagen sei es gelungen, in der Bilanz der MAG für 2020 ein leichtes Plus von 285 000 Euro auszuweisen, das an die Stadt ausgeschüttet werde. Bei einer Bilanzsumme von 111 Millionen Euro beträgt die Eigenkapitalquote des MAG-Konzerns 31,1 Prozent. „Wir haben nach wie vor eine ausgezeichnete Bonität“, so Teske. Das liege an der erfolgreichen Arbeit als Projektentwickler von Immobilien, vor allem mit der Tochtergesellschaft Emag und Partnern. So entsteht auf dem Rodelberg in der Oberstadt ein Wohnquartier mit 200 Mietwohnungen, beim „Wohnen am Hartenbergpark“ sind es 150 Eigentumswohnungen, in der Albert-Stohr-Straße in Bretzenheim 20 Reihenhäuser, im Gewerbegebiet Kisselberg wird der „Innovationspark“ mit vier Gewerbe-Immobilien errichtet. Auch außerhalb von Mainz hat die MAG Projekte am Laufen: in Wiesbaden, Darmstadt, Langen und Saarbrücken. „Unsere Pipeline ist gut gefüllt“, so Dörnemann. „Ein Großteil dieser Projekte wird in den kommenden Jahren abgeschlossen und erfolgreich verkauft.“ In den Händen der MAG befindet sich zudem das Allianzhaus in der Großen Bleiche. Nachdem die Stadt die Flüchtlingsunterkunft in den oberen Etagen geschlossen hat, will die MAG die derzeit leer stehende Räume bis 2025 anderen Nutzern anbieten. Bis zum Jahr 2025 läuft auch der Pachtvertrag mit dem Kulturclub „Schon schön“ im Erdgeschoss. Was dann an dieser Stelle geschieht, stehe noch nicht fest. „Gewerbe, Hotel oder Wohnen – da sind wir offen“, sagte Teske.

Ihr Ansprechpartner

Michael Bonewitz

Unternehmenssprecher

E-Mail: Unternehmenssprecher@mag-mainz.de
Telefon: +49 (6131) 95 201- 83

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