Großbaustelle geht ins Finale
  • Allgemeine Zeitung Mainz

Großbaustelle geht ins Finale

Eine prominente Mainzer Großbaustelle neigt sich ihrem Ende zu: Die letzte Phase der Sanierung der Rheingoldhalle ist eingeläutet – das, was lange der größte Unsicherheitsfaktor und mit ein Grund für die Verzögerung der Baumaßnahme war, wird jetzt fertiggestellt: das Parkett. Seit einigen Tagen sind die Facharbeiter im großen Saal der Rheingoldhalle dabei, den wohl am sehnlichsten erwarteten Holzfußboden der Stadt zu verlegen. 2000 Quadratmeter Eiche im Fischgrätenmuster 2000 Quadratmeter Eichenparkett im Fischgrätmuster werden künftig den Boden im Kongresssaal zieren. Lange war unklar, ob das Parkett im Saal erneuert werden muss – auch, da die nötigen Untersuchungen nach dem Brand aus dem Mai 2019 erst möglich wurden, als das komplexe Gerüst im Saal abgebaut war. Lange hatte man gehofft, dass das Parkett erhalten bleiben kann. Nachdem dann aber doch bereits vor Monaten klar war, dass Holz und Estrich nicht mehr zu retten sind, sei der neue Boden bestellt worden. Da das Parkett aber erst verlegt werden sollte, nachdem die anderen Arbeiten weitgehend abgeschlossen sind, damit das Holz keinen Schaden nimmt, habe man den Holzboden zunächst eingelagert, sagt Frank Intra, Projektleiter bei der Mainzer Aufbaugesellschaft. Vor wenigen Tagen sei nun die Wandverkleidung montiert und die Bühnenaufbauten abgeschlossen worden, sodass man nun mit der finalen Phase der Sanierung habe beginnen können. Wie berichtet, soll die Rheingoldhalle am 3. Januar 2022 wieder an Mainzplus Citymarketing übergeben werden. Spätestens ab Mitte Januar soll dann im Großen Saal wieder Fastnacht gefeiert werden. Auch bei Mainzplus herrscht Erleichterung und Vorfreude auf die neue Rheingoldhalle, so Geschäftsführer Marc André Glöckner. Die Kunden seien von der neuen Halle schon jetzt überzeugt, sagt er. Frank Intra erklärt, welcher Aufwand nötig ist, bis der neue Fußboden fertig ist – schließlich war auch der Estrich erneuert worden. Nachdem dieser aufgebracht und ausgetrocknet war, sei die Fläche geschliffen, von Rissen befreit, gereinigt und geebnet worden. Dann sei die Haftbrücke aufgetragen worden, sodass das Parkett nun verlegt werden könne. Die Fugen, so erklärt der Fachmann, werden mit Kork befüllt. Anschließend werde das Parkett mehrfach grob-, mittel- und feingeschliffen und ein lösungsmittelfreier Lack, dann eine Grundierung und eine Deckschicht aufgetragen. Insgesamt werde das Eichenparkett zweimal lackiert und versiegelt. In etwa vier Wochen werde das Parkett begehbar sein. Weitere 900 Quadratmeter Parkett werden im Dijon-, Watford- und Zagreb-Saal verlegt; in den anderen Räumen, mit weiteren rund 800 Quadratmetern Grundfläche, bestehe der Boden aus Kautschuk in „Mainzer Rot“. Zunächst war man beim Start der Bauarbeiten im Herbst 2018 von einer Bauzeit von einem Jahr ausgegangen. Der Brand, andere Unwägbarkeiten wie Lieferengpässe und enorme Einschränkungen durch die Pandemie hatten dazu geführt, dass sich der Bau verzögerte – und zudem auch deutlich teurer wurde. War noch bis zum Frühjahr von etwa 30 Millionen Euro Baukosten ausgegangen worden, so hat sich die Maßnahme inzwischen auf etwa 41 Millionen Euro verteuert.

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Michael Bonewitz

Unternehmenssprecher

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