„Längst in Mainz angekommen“
  • Allgemeine Zeitung Mainz, 15.05.2018

„Längst in Mainz angekommen“

Von Maike Hessedenz MAINZ. Es sollte eine „Befruchtung für die gesamte Mainzer Hotellerie werden“, so formulierte es Heinz-Georg Diehl, der 1998 einer der Geschäftsführer der Mainzer Aufbaugesellschaft (MAG) war, zur Eröffnung. Es war vor genau 20 Jahren, am 15. Mai 1998, als das Hyatt Regency am Mainzer Rheinufer seinen Betrieb aufnahm. 250 Arbeiter hatten in den Monaten zuvor für das 113 Meter lange Gebäude 37 000 Quadratmeter Erde ausgehoben, 3100 Tonnen Stahl, 19 200 Quadratmeter Beton und 5365 Quadratmeter Glas verbaut sowie 60 Kilometer Rohrleitungen und 360 Kilometer Kabel verlegt. 123 Millionen D-Mark, inklusive Grundstückskosten, hatte die MAG in den Bau investiert. Inzwischen hat die MAG die Immobilie verkauft – im Jahr 2011 erstand die arabische Azure Property Group für knapp 35 Millionen Euro das Haus. Hyatt verfügt weiterhin über einen langfristigen Mietvertrag – und fühlt sich an exponierter Lage am Rhein noch immer sehr wohl, sagt Frank Heckelmann, Hoteldirektor im Mainzer Hyatt. Er selbst ist seit drei Jahren Chef des Mainzer Luxushotels – er kennt das Haus aber auch schon aus jungen Jahren. 2001 trat er erstmals eine Stelle in dem Haus an, damals als Bar-Manager. 2015 löste er, nachdem er unter anderem im Grand Hyatt Berlin war, Otto Steenbeck als Generaldirektor ab. „Wir haben viele Kollegen, die seit 20 Jahren hier im Haus arbeiten“, sagt Frank Heckelmann, „allein 25 sind länger als 18 Jahre hier.“ Das Hotel ist längst ein wichtiger Teil der Mainzer Hotellandschaft geworden, vor allem aber ist es auch Teil der Mainzer Stadtgesellschaft geworden. Das Restaurant „Bellpepper“ werde sehr gut angenommen, auch im Spa tummelten sich die Mainzer gerne. „Wir haben allein 500 Gourmet-Club-Mitglieder und 150 Club Olympus-Mitglieder aus der Region“, erzählt er. „Unser Sonntagsbrunch ist zwei Wochen im Voraus ausgebucht. Im Restaurant sitzen 70 Gäste aus Mainz, 30 Prozent Gäste des Hotels. Daran sehe ich, dass wir in der Region angekommen sind.“ Viele soziale Projekte unterstütze sein Haus, auch beim Tastetival ist das Hyatt seit der ersten Stunde dabei. In 20 Jahren wurde das Haus einmal durchrenoviert; zuletzt wurden alle 268 Zimmer modernisiert, die M-Lounge hat ein neues Gesicht erhalten, als nächstes wird die Küche für 200 000 Euro mit neuer Technik ausgestattet. Das Hyatt Regency ist das einzige Hotel im Fünf-Sterne-Segment in Mainz; zwar verzichte sein Haus seit einigen Jahren auf die offizielle Fünf-Sterne-Zertifizierung, sagt Frank Heckelmann, die Qualität und der Service seien allerdings unverändert. Was bedeutet, dass für Unternehmen die „Fünf-Sterne“-Hemmschwelle wegfalle, das hochkarätige und zahlungskräftige Klientel aus dem arabischen Bereich aber trotzdem weiterhin gerne zu Besuch sei. Was Mainz betrifft, so freut er sich, dass die Stadt vieles dafür tue, das Wochenend-Geschäft auszubauen. „Der nationale Gast entdeckt seine Heimat“, sagt er. Die Auslastung des Mainzer Hyatt-Hotels liege bei etwa 72 bis 74 Prozent. Ob es dabei bleibe, wenn weiterhin mehr und mehr Hotels in Mainz hinzukommen, bleibe abzuwarten, sagt er. Zweifelsohne böte ein größeres Angebot an Betten in der Stadt auch mehr Möglichkeiten, große Kongresse und Veranstaltungen nach Mainz zu holen. Bei all dem gelte es, dem Gast den Aufenthalt ganz nach seinem individuellen Bedarf zu gestalten – auch, um sich von Angeboten wie Airbnb abzuheben. „Der Spagat zwischen Airbnb und unserem Haus ist sicher groß. Trotzdem nehmen wir diese Herausforderung ernst.“ Fred Hürst, der 1998 als damaliger Hyatt-Generaldirektor das Haus eröffnet hat, hatte damals einen Wunsch geäußert: „Wir werden nur Erfolg haben, wenn die Mainzer sagen, das ist unser Hyatt.“ Dieses Motto verfolgen auch seine Nachfolger bis heute – und laden alle Mainzer am Sonntag, 27. Mai, zu Kaffee und Kuchen auf die Malakoff-Terrasse. KAFFEE UND KUCHEN Mit einer 20 Meter langen Geburtstagstorte, kreiert von der Hyatt Patisserie, will das Hotel die Mainzer am Sonntag, 27. Mai von 15 Uhr bis 17 Uhr auf der Malakoff-Terrasse verwöhnen. OB Michael Ebling wird die Torte mit Generaldirektor Frank Heckelmann anschneiden. Der Reinerlös des Kaffee- und Kuchenverkaufs wird an die Stiftung Mainzer Herz gespendet.

Ihr Ansprechpartner

Michael Bonewitz

Pressestelle der Mainzer Aufbaugesellschaft mbH

E-Mail: info@bonewitz.de
Telefon: +49 (6135) 931 662

Um eine optimale Funktionalität zu gewährleisten, werden auf dieser Website Cookies eingesetzt. Wenn Sie die Nutzung der Website fortsetzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

OK