Mit den Gästen auf Du und Du
  • Allgemeine Zeitung Mainz, 25.05.2018

Mit den Gästen auf Du und Du

Von Maike Hessedenz

MAINZ. Jung, locker, entspannt – vor allem mainzerisch. Das neue „Me and all“- Hotel, das derzeit in der Binger Straße entsteht, ist zwar noch von Bauarbeitern bevölkert, im September sollen allerdings die ersten Hotelgäste einziehen. Holger Hanselmann, der das Hotel als Manager leiten wird, hat jetzt einen ersten Einblick in das Haus, das Teil des neuen „Trigon“-Komplexes auf dem ehemaligen Auto-Kraft-Gelände ist, gewährt.

162 Zimmer wird es geben, davon 108 Standard-Zimmer, 48 Superior-Zimmer und sechs Studios. 19 bis 33 Quadratmeter groß sollen die Räume werden, modern und komfortabel ausgestattet, sagt Holger Hanselmann. Das „Me and all“-Hotel gehört zur Lindner-Gruppe, und ist erst das zweite Hotel dieses neuen Konzepts. Das erste Haus mit vergleichbarem Konzept steht in Düsseldorf.

Bühne für DJs und lokale Musiker            

Womit sich das Haus von anderen abheben will: „Wir werden hier in unserer Lounge sowohl Anlaufstelle für Mainzer und Gäste sein“, sagt Holger Hanselmann. Es soll Wohnzimmerkonzerte geben, DJs sollen auflegen, lokale Musiker und andere Kulturschaffende sollen eine Bühne erhalten.

In der Bar wird es „über 20 Getränke, die aus Mainz sind“, geben. Darunter Craftbeer, Gin, Wodka und natürlich Wein. „Die Gäste fragen nach dem regionalen Bezug, wollen Insider-Tipps“, sagt der Hotelmanager. Ähnlich wie bei „Airbnb“ wolle das Haus eben diese persönliche Note und heimisches Flair bieten.

Holger Hanselmann war zuletzt seit 2013 Director of Operations im Hilton Hotel am Mainzer Rheinufer. Davor war der 37-Jährige national und international in verschiedenen Positionen tätig. Ebenfalls als Director of Operations beispielsweise im „Hilton Malediven Iru Fushi Resort & Spa“ und im Hilton Munich City, wo er sich innerhalb von fünf Jahren vom „Food and Beverage Assistant“ bis zum „Operations Manager“ entwickelt hat. „Die Mainzer sollen ihre Stadt von einer anderen Seite kennenlernen“, wünscht er sich.

Unter der Woche setzt das Haus auf Geschäftskunden, am Wochenende auf Touristen. Als Tagungshotel sieht sich das „Me and all“ allerdings nicht. Es gibt lediglich einen kleinen Konferenzraum für bis zu zwölf Personen, in dem sich Gruppen zusammensetzen können.

Im Vier-Sterne-Segment ist das Hotel angesiedelt; dazu zählt auch ein Fitnessraum, der auf über 100 Quadratmetern im vorletzten Stockwerk eine schöne Aussicht auf die Stadt bietet, und ein Wellness-Bereich. Saunen und ein Ruhebereich mit Dachgarten sind ebenfalls ganz oben untergebracht.

Technisch und in Sachen Ausstattung will das Haus vorne mitmischen. Nicht nur kostenloses WLAN in den Zimmern, Subwoofer und Boxspringbetten zählten zum Standard, sagt Holger Hanselmann; das „Me and all“-Hotel wolle vor allem mit der Möglichkeit des mobilen Eincheckens punkten. Ohne sich zuvor bei der Rezeption gemeldet zu haben, sei es somit möglich, per Handy die Zimmertür zu öffnen, erklärt er. Seine persönliche Anmeldung könne der Gast dann auch am nächsten Tag an der Rezeption nachholen. Die Zimmerpreise werden in „normalen Zeiten“, so Hanselmann, etwa zwischen 119 und 189 Euro pro Nacht bei Einzelbelegung liegen.

Dass das Konzept junge und junggebliebene Menschen ansprechen will, werde sich auch daran bemerkbar machen, dass die Gäste – sofern sie keinen Einspruch erheben – geduzt werden, erklärt er.

Etwa 30 Mitarbeiter werden in dem neuen Hotel, das direkt neben dem Intercity-Hotel liegt, eingestellt. Auch hier geht die Lindner-Gruppe einen neuen Weg. „Persönlichkeit vor Lebensläufen“, umschreibt Holger Hanselmann die Idee kurz und knapp. Wichtiger als gute Noten seien für die Hotelmarke daher Bewerber mit Leidenschaft und einem offenen und kommunikativen Charakter. Eine Hotelausbildung sei also gar nicht unbedingt vonnöten. Mit einem Casting, das am 15. Juni in der Halle 45 mit Workshops statt herkömmlichen Vorstellungsgesprächen über die Bühne gehen soll, soll das Personal rekrutiert werden.

Eine Eröffnungsfete des Hotels ist für Oktober geplant. Vom 11. bis 13. Oktober soll es ein Fest mit buntem, mainzerischem Programm geben.

TRIGON

Das Bauprojekt Trigon am Binger Schlag, das sich über 6700 Quadratmeter erstreckt, beherbergt außer dem Hotel Wohnungen, Büros und Räume für das Deutsche Rote Kreuz. Das „Me and all“-Hotel wird der erste Teil sein, der fertiggestellt wird. Entwickelt wird das Gelände von der stadtnahen Mainzer Aufbaugesellschaft (MAG) gemeinsam mit J. Molitor Immobilien des Ingelheimer Bauunternehmers Dirk Gemünden. Etwa 60 Millionen Euro werden investiert.

Ihr Ansprechpartner

Michael Bonewitz

Pressestelle der Mainzer Aufbaugesellschaft mbH

E-Mail: info@bonewitz.de
Telefon: +49 (6135) 931 662

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