Vier Wohnviertel im Fokus
  • Allgemeine Zeitung Mainz, 25.04.2018

Vier Wohnviertel im Fokus

Von Michael Erfurth MAINZ. Es ist eine der wichtigsten Aufgaben der wachsenden Stadt Mainz – die Schaffung der Rahmenbedingungen für den Bau neuer Wohnungen. In der nächsten Sitzung des Bauausschusses stehen daher wieder einige Neubaugebiete im Blickpunkt. Um insgesamt knapp 1600 Wohnungen in vier Stadtvierteln geht es diesmal in diesem Stadtratsausschuss. Darunter sollen auch mehrere hundert Sozialwohnungen sein. Um die nötige städtebauliche Qualität zu sichern, sind drei dieser Quartiere eingebettet in Wettbewerbsverfahren, berichtet Baudezernent Marianne Grosse (SPD). Hechtsheimer Höhe Ein städtebauliches Konzept mit viel Grün soll auf der Hechtsheimer Höhe umgesetzt werden, so Grosse. Wie berichtet, hat die Stadt für die Ackerflächen entlang der Straße „Zur Laubenheimer Höhe“ auf einer Breite von rund 500 Metern zwischen den Wohngebieten Frankenhöhe, Großberg und dem stillgelegten Portland-Steinbruch mithilfe eines Wettbewerbsverfahrens die Grundlage für die Planung von 440 Wohnungen in einem Mix von Einzel- und Reihenhäusern sowie mehrgeschossigen Gebäuden geschaffen. 25 Prozent der Wohnungen sollen gemäß der Vorgabe des Stadtrates sozial gefördert sein. Das Gebiet soll zudem verkehrsberuhigt angelegt werden, daher gibt es nur eine Zufahrt von der Straße „Zur Laubenheimer Höhe“ aus, die eine Ringstraße durch das Gebiet anbindet. Der Geschosswohnungsbau gruppiert sich um einen grünen Platz in der Mitte des Viertels. Zwei Kitas sind vorgesehen, auch an kleinere Läden ist gedacht. Der Bauausschuss soll nun den Aufstellungsbeschluss und die Planstufe 1 im Bebauungsplan für den „HE 130“ befürworten, um das Verfahren weiter voranzutreiben. Damit soll auch die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit in die Wege geleitet werden. Wohnen am Hartenberg-Park Wesentlich weiter ist das Bebauungsplanverfahren für das Areal der ehemaligen Peter-Jordan-Schule auf dem Hartenberg. Mit dem jetzt anstehenden Beschluss können die beiden Investoren Emag und Wohnbau GmbH mit dem Bau der geplanten 270 Wohnungen im Hartenbergpark loslegen. Grosse erinnerte daran, dass aufgrund der Kritik aus dem Viertel an einer zunächst angedachten bis achtgeschossigen Bebauung die Stadt die Gebäudehöhen auf vier Etagen beschränkt habe. Auch beim Projekt „Wohnen am Park“ sei der grüne Charakter des Gebietes ein wichtiges Merkmal. Bei den Mietwohnungen der Wohnbau ist 25 Prozent sozial geförderter Wohnraum festgeschrieben. Hinzu kommen, wie im städtebaulichen Vertrag vereinbart, dass bei den Eigentumswohnungen der MAG-Tochter Emag ein Anteil von 15 Prozent mit einem begrenzten Verkaufspreis angeboten wird. „Förderung der Eigentumsbildung“ heißt bei diesen Wohnungen die Devise. Die beiden stadtnahen Gesellschaften, die die neun Häuser auf der Grundlage der Ergebnisse des städtebaulichen Wettbewerbs errichten wollen, haben auch die Idee von Baugemeinschaften aufgegriffen, berichtet Grosse. So stellt die Wohnbau dem Verein „Statt Villa Mainz“ ein Mietobjekt für ein generationenübergreifendes Projekt zur Verfügung. Die Emag bietet der Baugemeinschaft „Lebensfülle“ den gemeinsamen Erwerb der Wohnungen eines Hauses für ein Wohnprojekt mit multifunktionalen Gemeinschaftsräumen an. Nördliche Neustadt Per Satzungsbeschluss soll der Ausschuss auch in der nördlichen Neustadt Baurecht schaffen: für das Areal zwischen Sömmerringstraße, Goethestraße und Wallaustraße hinter der ehemaligen Bundeswehr-Immobilie „Kommissbrotbäckerei“. Das Gebiet mit der Verwaltungsbezeichnung „Neuer Quartiersplatz“ (N87), dessen Bebauung in der Nachkriegszeit ohne erkennbare, städtebauliche Struktur für Gewerbebetriebe und einige Wohnhäusern hochgezogen wurde und, so Grosse, einem großen Durcheinander gleicht, soll neu geordnet werden. Gemäß den Ergebnissen eines vor fünf Jahren durchgeführten Wettbewerbs will die Wohnbau hier bis zu 400 Wohnungen in meist fünfgeschossigen Neubauten schaffen. Ein neuer Platz – der Beethovenplatz – ist im Zentrum des Quartiers vorgesehen. Einige Nachkriegshäuser und Gewerbehallen sind dort bereits abgerissen worden. Dabei gab es auch Proteste von Bewohnern, die in andere Wohnungen umziehen mussten. Mit den Neubauprojekten soll die Zahl der Wohnungen und damit auch die der Sozialwohnungen erheblich erhöht werden. Mit einer vorgezogenen Genehmigung hat die Wohnbau mit den Arbeiten bereits begonnen. Ehemaliges „Hildegardis“ Der Paragraf 34 des Baugesetzbuchs soll auch den baldigen Baubeginn für das Vorhaben der J.Molitor Immobilien auf dem Gelände des ehemaligen Hildegardis-Krankenhauses in der Nähe der Zahlbacher Römersteine ermöglichen. Nachdem der städtische Planungs- und Gestaltungsbeirat einige Kritikpunkte an den ersten Entwürfen für die Umgestaltung des Gebietes in der Oberstadt formuliert hatte, sei im Einklang mit allen Beteiligten im Rahmen einer Planungswerkstatt nachgearbeitet worden – zum Beispiel bei den Wegebeziehungen, berichtet Grosse. Die Dezernentin freut sich besonders darüber, dass der Investor das historische Krankenhaus-Gebäude aus dem Jahr 1912 erhalten und sanieren will – obwohl es nicht unter Denkmalschutz steht. 450 Wohnungen sind geplant. Das zehngeschossige Hochhaus des ehemaligen „Hildegardis“ aus den 70er Jahren wird zum Wohnhaus. Insgesamt acht Wohngebäude sind geplant.

Ihr Ansprechpartner

Michael Bonewitz

Pressestelle der Mainzer Aufbaugesellschaft mbH

E-Mail: info@bonewitz.de
Telefon: +49 (6135) 931 662

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