Grundstein für Novo Nordisk im Innovationspark Kisselberg
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Grundstein für Novo Nordisk im Innovationspark Kisselberg

Die Mainzer Aufbaugesellschaft mbH (MAG) und die J. Molitor Immobilien GmbH sind die Projektentwickler der hochmodernen und ökologisch nachhaltig konzipierten Novo Nordisk-Deutschlandzentrale für die jetzt der Grundstein im Innovationspark Kisselberg gelegt wurde. Der Umzug in das neue Gebäude ist für Sommer 2023 geplant. Die symbolische Grundsteinlegung wurde im Beisein von Clemens Hoch, Minister für Wissenschaft und Gesundheit, durchgeführt. Novo Nordisk will mit der Verlagerung des Deutschlandsitzes vom Mainzer Lerchenberg in den Innovationspark Kisselberg auch ein kraftvolles Signal für den aufstrebenden Biotechnologiestandort Mainz setzen. Für Novo Nordisk, bereits seit 1958 in der Landeshauptstadt ansässig, bedeutet der neue Deutschlandsitz ein klares Bekenntnis zum Standort: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserem neuen Firmengebäude der Stadt Mainz auch weiterhin treu bleiben. Nach rund 65 Jahren ist und bleibt Novo Nordisk ein starkes Unternehmen und ein wichtiger Arbeitgeber in der Region“, betont Jesper W. Larsen, Geschäftsführer von Novo Nordisk Deutschland: „Es ist uns zudem ein besonderes Anliegen, Kräfte zu bündeln und gemeinsam mit verschiedenen Interessenspartnern aus Stadt und Politik die gesellschaftliche Aufmerksamkeit für Diabetes und Übergewicht, zwei Volkskrankheiten unserer Zeit, zu erhöhen“, so Larsen. Seit fast einhundert Jahren setzt sich Novo Nordisk für eine stetige Verbesserung der Behandlung von Diabetes und anderen schweren chronischen Krankheiten wie Adipositas, d.h. starkes Übergewicht, und seltene Blut- und Stoffwechselerkrankungen ein.

„Die Wissenschaft in Rheinland-Pfalz leistet bedeutende Beiträge für ein gesünderes Leben und zur Bekämpfung altersbedingter Krankheiten. Unternehmen wie Novo Nordisk mit ihrem globalen Engagement hier im Land sind der beste Beweis dafür, dass Rheinland-Pfalz das Land der Biotechnologie ist”, sagte Clemens Hoch, Minister für Wissenschaft und Gesundheit. „Mit der Biotechnologieinitiative der Landesregierung wollen wir genau diese Kompetenzen weiter ausbauen und als Standort für Biotechnologie zur Weltspitze aufschließen. Hierfür fördern wir die Grundlagenforschung sowie den anwendungsnahen Bereich und setzen die starke Unterstützung in den Lebenswissenschaften und der Biotechnologie der vergangenen Jahrzehnte fort. Dabei geht es auch um die Schaffung attraktiver Rahmenbedingungen für Unternehmen. Wir sind stolz auf die kreativen, mutigen Forscherinnen und Forscher sowie die Unternehmen, die nach Lösungen für die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft und Therapien für schwere Krankheiten suchen. Mit dem Regierungsschwerpunkt Biotechnologiestandort unterstützen und stärken wir die Grundlagenforschung und Forschungsinfrastruktur im Land. Dafür haben wir bereits in den vergangen zehn Jahren über 200 Millionen Euro investiert. Mindestens weitere 100 Millionen Euro werden in den nächsten zehn Jahren dazukommen”, so der Minister.

Deutschland ist für das Pharmaunternehmen mit Sitz in Kopenhagen einer der wichtigsten Märkte. Entsprechend hoch ist auch die Bedeutung, die der Deutschlandzentrale innerhalb des Konzerns zukommt. Aktuell beschäftigt Novo Nordisk in Deutschland ca. 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, rund die Hälfte davon am Standort Mainz – Tendenz steigend. „Um hier frühzeitig die Weichen zu stellen und unserem Team auch in Zukunft optimale Arbeitsplatzbedingungen bieten zu können, haben wir uns entschlossen, 2023 die neue Firmenzentrale im Innovationspark Kisselberg zu beziehen“, erklärt Larsen. Mit dem Neubau werden aber nicht nur perspektivische Platzprobleme gelöst. Der neue Deutschlandsitz wird vor allem auch veränderten Arbeitsweisen und Bedürfnissen von neuen Mitarbeitergenerationen Rechnung tragen. Im Fokus stehen dabei eine moderne Arbeitsumgebung mit viel Freifläche und flexiblen Bürostrukturen. „So wird der Austausch untereinander gefördert und eine schnellere Entscheidungsfindung und erhöhte Kreativität möglich“, erklärt Dr. Kristin Sattler, die bei Novo Nordisk den Bereich People & Organisation verantwortet. „Das Wichtigste aber ist, dass sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am neuen Firmensitz wohlfühlen – das ist die Grundvoraussetzung, um bestmögliche Arbeitsergebnisse zu erzielen“, so Sattler. Als Däne freut sich Geschäftsführer Larsen auch sehr auf die Gestaltung, für die das Mainzer Büro Faerber Architekten verantwortlich zeichnet: „Die offene und helle Gebäudestruktur ist von skandinavischem Design und nordischer Architektur inspiriert“, so Larsen.

Einen besonders hohen Stellenwert bei der Gebäudekonzeption hatte für Novo Nordisk und die Projektentwickler auch das Thema Nachhaltigkeit. „Unser Ziel ist es, den ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten“, hebt Larsen hervor. „Wir nehmen unsere ökologische Verantwortung, der wir bereits seit einigen Jahren unternehmensweit mit einer eigenen Klima- und Umweltstrategie Rechnung tragen, sehr ernst – weltweit und auch am Standort hier in Mainz“, so Larsen und Sattler ergänzt: „Auch für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist das ein wichtiger Aspekt. Im Zuge der Planung zum Neubau haben wir dazu die meisten Rückfragen erhalten. Bei der Arbeitgeberwahl sind Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit ebenfalls entscheidende Kriterien.“ Die Energieversorgung des Gebäudes erfolgt umweltfreundlich über Erdwärme, mit der nicht nur beheizt, sondern im Sommer auch passiv gekühlt wird. „Wie bereits seit zwei Jahrzehnten in vielen anderen Bereichen des nachhaltigen Bauens, leisten wir auch hier wieder Pionierarbeit: Der Novo Nordisk-Neubau ist das erste Gebäude dieser Größe in Rheinland-Pfalz, das in der Außenhülle mit einer Holzfaserdämmung dieser Ausführung versehen wird“, erklärt Projektentwickler und Bauunternehmer Tim Gemünden und ergänzt: „Uns als Projektentwickler ist der Einsatz dieses innovativen Dämmstoffs besonders wichtig, sodass wir dies auch als Investition mittragen.“ Die Holzfaserdämmung aus nachwachsendem Rohstoff hat einen besonders geringen CO2-Fußabdruck. Auf dem Dach des Gebäudes wird eine Photovoltaik-Anlage installiert, mit der das Gebäude mit Strom versorgt wird. Die nicht für Photovoltaik nutzbaren Dachflächen werden begrünt. Durch ein Regenrückhaltesystem werden die Dachbepflanzungen ressourcenschonend bewässert und in Kombination mit Zisternen ein Beitrag zur Entlastung der Abwassersysteme geleistet. E-Ladestationen in der Tiefgarage komplettieren das nachhaltige Gebäudekonzept. Dazu ergänzt der MAG-Geschäftsführer Martin Dörnemann: „Wir haben gerade die energetische Sanierung der Rheingoldhalle abgeschlossen und fördern auch bei unseren aktuellen Projekten etwa am Rodelberg Nachhaltigkeit und energetische Innovationen, umso mehr freut es uns, dass wir auch hier wieder gemeinsam mit unserem Projektpartner, der J. Molitor Immobilien GmbH, dieses qualitativ hochwertige und anspruchsvolle Bauvorhaben umsetzen können und mit einer zukunftsweisenden Projektentwicklung innovative Zukunftstechnologien unterstützen.“

Mit dem prominenten Standort am westlichen Mainzer Stadteingang setzt Novo Nordisk auch auf mehr Sichtbarkeit und damit eine größere Bekanntheit. „Auf dem Kisselberg sind wir mittendrin in der regionalen Unternehmenswelt“, so Larsen. Auch Molitor-Geschäftsführerin Tina Badrot ist vom Standort überzeugt: „Als Investoren gestalten wir die Entwicklung des Büro- und Gewerbequartiers Kisselberg bereits seit zwei Jahrzehnten mit. Neben dem prosperierenden Unternehmensumfeld und der hervorragenden ÖPNV-Anbindung punktet der Standort mit Betriebskitas und Kantinen, die externen Nutzern offenstehen“, so Tina Badrot und ergänzt: „Es ist der perfekte Standort für ein modernes, internationales Unternehmen wie Novo Nordisk, und gleichsam schlägt die Ansiedlung eines Pharmaunternehmens die Brücke zum geplanten Innovationspark Mainz mit Schwerpunkt auf forschungsnahen Branchen auf der anderen Seite der Saarstraße“. Auch das Novo Nordisk-Management sieht in der Nähe zum geplanten Innovationspark Mainz klare Vorteile, wie z.B. in der Gewinnung junger, hochqualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Der Austausch mit Hochschule und Industrie birgt enormes Potenzial“, so Sattler. Geschäftsführer Larsen fügt hinzu: „Als biopharmazeutisches Unternehmen begrüßen wir diese Entwicklung und die damit verbundenen Synergieeffekte sehr.“ Gemeinsam könne es gelingen, Mainz und die Region als zukunftsweisenden Standort für Innovationen im Bereich der Biotechnologie weiter zu etablieren. „Seit 1958 findet sich der deutsche Firmensitz von Novo Nordisk in unserem Mainz, nun zieht das Unternehmen näher an die Innenstadt und bildet mit seinem neuen Standort einen Ausgangspunkt für weitere biotechnologische Ansiedlungen im Zusammenhang mit dem BioTechHub auf Flächen links und rechts der Saarstraße. Über dieses Bekenntnis zum Standort freuen wir uns sehr und unterstützen den Prozess tatkräftig. Novo Nordisk ist ein wichtiger Arbeitgeber in unserer Stadt und der Schulterschluss mit Universität und Universitätsmedizin an diesem Standort ist wegweisend. Für die kommende Bauphase wünschen wir Novo Nordisk, der J. Molitor Immobilien GmbH und der Mainzer Aufbaugesellschaft alles Gute und viel Erfolg", so Oberbürgermeister Michael Ebling.

Ihr Ansprechpartner

Michael Bonewitz

Unternehmenssprecher

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